Der Feuerspiegel

 

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Fragen an eine Sicherheitskamera

Du! Sicherheitskamera.
Warum bist du da?

Man hängt dich heut an jede Wand.
Hast du die Terroristen schon gesehen?
Wie hast du sie erkannt?
Was ist danach geschehen?
Hast du Alarm geschlagen? Hast du sie festgenommen?
Hindertest du sie bei ihrem Tun? Oder sind sie gar entkommen?

Nein, du könntest sie nur sehen ---- kannst Alles und Jeden sehen ---
und doch kannst du nur sehen.

Doch wie schützt du uns vor Gefahr,
wenn alles was du siehst sogleich passiert oder schon war?

Und doch rühmt manch einer dich als "Sicherheitskamera"?
Damit frage ich erneut:

Du Überwachungskamera!
"Warum bist du da?"

[Sabul Vuscor]
29.8.06 02:34


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Die Berliner Malermeister

Da waren mal zwei Malermeister,
die sollten ein in die Jahre gekommenes Haus bestreichen.

Der Eine (war ein Weitgereister, Arbeiter und sehr erfahren):
"Det machen wa' mit Rot, det is een gutet Mittel schon seit Jahren."
Der Andere (gut bürgerlich und ebenfalls beschlagen):
"Ne Du! So nicht - Ick habe hier det sagen,
och wenn se uns beede beauftragt haben
bin ick der Chef von's Ganze.
Du hattest deene Chance.
Schwarz, sag ich, det is jetzt die richtige Farbe -
det verbliebene Rot wird abgetragen!"

Da jeder an seine Ansicht glaubte,
fingen beide an zu streichen.
Der Eine rot, der Andere schwarz,
keiner wollt' dem Anderen weichen.

Schließlich konnte keiner so sein Ziel erreichen.
Was heraus kam? Brauner Kleister.

[Sabul Vuscor]
28.8.06 02:21


Der Neumond

Der Neumond der hat's schwer.
Ist seine Zeit gekommen,
sieht man Ihn schon nicht mehr.

Der Neumond mocht dies nicht.
Drum hat er nun begonnen,
zu fordern sich: "Mehr Licht".

Die Sonne antwortet: "Nein".
"Gäb ich Dir Licht", so sagt sie schlicht,
"so wärst du doch der Neumond nicht."
Drum solle dies nicht sein.

"So werd ich vor dir stehen!"
Mit dieser schlauen Hinterlist,
bracht er der Sonne Finternis.
und ward nun doch zu sehen.


[Sabul Vuscor]
21.8.06 01:36


Berlin im August 2006

Stille

Schreie.
Ausdruck erhoffter und erstrebter Veränderung.
Schreiende

Stille.

[Sabul Vuscor]
21.8.06 00:39


F?nf Millionen Arbeitslose - und noch kein Ende in Sicht.
Dies ist eine Entwicklung, die neben anderen Faktoren vor allem durch die Globalisierung verst?rkt wurde. Der Sozialstaat ist in einer in sich geschlossenen Volkswirtschaft durchaus m?glich. In unserer heutigen Welt der Globalisierung, der offenen Systeme und M?rkte ist er jedoch wie es scheint ein Hindernis f?r die Wettbewerbsf?higkeit unseres Standortes, welcher schlie?lich zu "outsourcing" und Kapitalflucht f?hrt.
Durch zus?tzliche Kosten f?r Arbeitgeber, wie u.a. die Lohnnebenkosten und relativ hohe L?hne, von denen wieder ein gro?er Teil in die gesetzlichen Kassen flie?t, aber auch eine vergleichsweise hohe Besteuerung der Unternehmen, machen den Standort Deutschland kostspielig und die deutsche Arbeit teuer.
Daraus leitet sich die unmittelbare N?tigkeit der Reform unseres Systems und damit des Sozialstaats ab, denn auch ein Innovationswettlauf allein wird unseren relativen Wohlstand und unsere Arbeitspl?tze nicht erhalten (und wenn man die Forschungs- und Bildungsrealit?ten in Deutschland genauer betrachtet erstickt sich diese Hoffnung schon im Keim, da sich hier ein katastrophales Bild abzeichnet. Das allein bringt nicht die L?sung).
Ziel muss es sein Deutschland wieder wettbewerbsf?hig zu machen. Unser Standort soll attraktiver werden, somit sollen Arbeitspl?tze erhalten und langfristig geschaffen werden. Unn?tige B?rokratie und die eingesetzte Verkalkung der letzten Jahre sollen beseitigt werden. Also gilt es diese Reformen z?gig und effektiv umzusetzen.
Doch die Globalisierung, so oft sie auch gepriesen wird, hat einen Preis. Unser Sozialstaat scheint in unserer sich globalisierenden Welt nicht mehr zu funktionieren.
Daraus ergeben sich wesentlich Problematiken und Fragen, auf die neben den Reformdebatten noch zu wenig Antworten gefunden wurden:
Wie erhalten wir uns den Wohlstand in Deutschland? Wie erhalten wir eine menschenw?rdige Wettbewerbsordnung, ohne dass daraus ein Wettbewerbsnachteil entsteht? Jedoch vor allem: Wie sichern wir unsere sozialen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte? Wie gestalten wir angesichts der Globalisierung ein funktionierendes System der Umverteilung, um so gewisse Standards zu halten, Verarmung zu verhindern und ein weiteres auseinanderklappen der Schere zwichen Arm und Reich nach M?glichkeit einzuschr?nken oder zu verhindern?

Dies m?ssen die Fragen sein, auf die Antworten gefunden werden m?ssen, wenn wir uns ein gewisses Ma? an sozialer Umverteilung und an sozialem Ausgleich - sprich ein St?ck Sozialstaat - erhalten wollen. Wie schaffen wir dies ohne uns dabei weiterhin mit den Wettbewerbsnachteilen unseres heutigen Systems und Sozialstaats zu belasten, aber dennoch sozial gerecht zu sein um so soziale Spannungen und eine Verarmung von Gesellschaftsteilen zu vermeiden?
Den Sozialstaat abschaffen, dies sollte aus den genannten Gr?nden und bekannten, daraus entstehenden Problemen nicht unser Thema sein.
Aber ihn zu modernisieren und mit Globalisierung vertr?glich zu machen um somit seine Funktionsf?higkeit wiederherzustellen und zu garantieren, das ist die Aufgabe unserer Zeit.
7.2.05 23:33


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